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KMG Alverskirchen

Generalversammlung der Männergemeinschaft St. Agatha

Bilanz des vergangenen Jahres zog die Männergemeinschaft Alverskirchen im Rahmen ihrer Generalversammlung im Landhaus Bisping. Dabei wurde der Vorsitzende Robert Schulze Wettendorf in seinem Amt bestätigt. Als Gastreferent ließ der Diplom-Theologe Johannes Lis die Hörer in seinem Vortrag „Mensch wird Gott!? Was uns die Apokalypse über Politik und Wirtschaft verrät“ in den sozialen, politischen und kulturellen Kontext der Johannes-Apokalypse eintauchen.

Bilanz gezogen hat die Katholische Männergemeinschaft Alverskirchen im Rahmen ihrer Jahreshauptversammlung. Nach einer Vesper in der St. Agatha-Kirche fanden sich 39 Mitglieder im Landhaus Bisping ein und wurden dort vom stellvertretenden Vorsitzende Leo Schulze Hockenbeck begrüßt.

Bevor Schulze Hockenbeck seinen Jahresbericht vorlegte, wurde mit einer Schweigeminute der Verstorbenen des vergangenen Jahres – Anton Brüning, Theo Hülshörster, Klaus Eßlage, August Winkelkötter und Richard Gähr – gedacht. Den Kassenbericht lieferte Burkhard Sommerhage, und die Kassenprüfer Heiner Rielmann und Alfons Roer beantragten die Entlastung, die einstimmig angenommen wurde.

Bei den anstehenden Wahlen wurden der Vorsitzende Robert Schulze Wettendorf und der erste Beisitzer Peter Reinker einstimmig wiedergewählt. Als neue Kassenprüfer wurden Clemens Mathmann und Albert Münstermann gewählt. Mit Josef Lanari wurde ein neues Mitglied in den Reihen der Männergemeinschaft aufgenommen.

Wie bereits in den vergangenen Jahren wurde zur Generalversammlung wieder ein Referent eingeladen. Johannes Lis, Diplom-Theologe und Promovend des Instituts für Ökonomische Bildung an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, ließ die Hörer in seinem Vortrag „Mensch wird Gott!? Was uns die Apokalypse über Politik und Wirtschaft verrät“ in den sozialen, politischen und kulturellen Kontext der Johannes-Apokalypse eintauchen. Anhand der historisch-kritischen Betrachtung verschiedener Textauszüge machte der Referent deutlich, dass der Autor der Offenbarung in zum Teil albtraumhaften Bildern die Unvereinbarkeit von den Macht- und Totalitätsansprüchen eines sich selbst religiös überhöhenden römischen Imperiums und dem Christentum zur Darstellung bringe.

Laut Lis sei dem Autor des letzten Buches des Neuen Testaments daran gelegen, Strukturen der Ungerechtigkeit und Exzesse absolutistischer Macht aufzudecken. Der Diplom-Theologe betonte, dass die Apokalypse ihre Gültigkeit bis heute nicht verloren habe, denn Strukturen der Ungerechtigkeit ließen sich auch in der heutigen Zeit, sowohl im Großen als auch im Kleinen, sowohl in Politik und Wirtschaft als auch im alltäglichen zwischenmenschlichen Miteinander beobachten. Und so gelte es damals wie heute, diese Strukturen aufzudecken und sich durch die Ausrichtung des eigenen Handelns an der Botschaft Jesu Christi gegen sie zu wehren.

Zum Abschluss diskutierten die Mitglieder der Männergemeinschaft über die kommenden Veranstaltungen, und es wurden Vorschläge und Wünsche für die Zukunft vorgetragen.

Quelle: Westfaelische-Nachrichten.de